WARUM und nicht WAS wir tun

Viele Eltern machen sich häufig Gedanken darüber, wie andere ihre Handlungen und Entscheidungen beurteilen. Sie meinen auch sogar zu wissen, was die anderen über das denken was sie tun, ohne sich wirklich darüber ausgetauscht zu haben. Wir sind mit unseren Gedanken häufiger bei den anderen, als bei uns selber. Und was bringt uns das?

Wir alle werden mit einer offenen und unvoreingenommen Haltung den Mitmenschen gegenüber geboren und verlieren sie mit der Zeit immer mehr. Kinder treten uns jeden Tag mit dieser Haltung gegenüber, die sie leider, durch den abwertenden und bewertenden Umgang mit ihnen, verlieren. Wir können von den Kindern so viel lernen und zu dieser Haltung zurückkehren, damit uns jede Begegnung mit einem anderen Menschen bereichern anstatt verunsichern kann.

Jeder hat seine eigenen Beweggründe, für das was er tut. Es hat Sinn diese Beweggründe erstmal verstehen zu wollen. Es hat Sinn sich zu fragen WARUM und WIE tue ich was, anstatt sich nur mit dem WAS getan wird zu beschäftigen. Es ist so einfach die anderen Eltern dafür WAS sie tun zu verurteilen. Was bringt uns das?

Es könnte uns so sehr bereichern, wenn wir uns Eltern über unsere Sorgen austauschen könnten, mit Menschen, die zuerst verstehen und nicht uns sofort nur beurteilen wollen.

Als ich in bestimmten Situationen mit meinen Kindern überfordert war und dementsprechend „hart“ mit meinen Kindern umgegangen bin, hätte ich mir solche Begegnungen sehr gewünscht. Alles andere führte nur zu immer mehr Verzweiflung an der eigenen Kompetenz als Mutter.

Ich wünsche allen solche Begegnungen und dieses kann nur geschehen, wenn jeder anfängt mehr bei sich selber, als bei den anderen zu schauen und in eine offene und unvoreingenommene Haltung sich selbst und anderen gegenüber zu treten.