Der Schlüssel liegt in uns!

Es tut mir im Herzen Weh, wenn ich Kinder leiden sehe, deren Verzweiflung, Hilflosigkeit und Not, deutlich in ihren Gesichtern zu sehen sind. Solchen Kindern geht es nicht gut und ihre starken Emotionen, wie Wut, Trauer, Ärger oder Schmerz, äußern sie mit ihrem Verhalten!

Und dann sehe ich wie Erwachsene, die aus ihrer eigenen Hilflosigkeit und Not, diese Kinder kränken, ausgrenzen und sie z.B. als die Auffälligen und die Aggressiven in bestimmte Schubladen stecken.

Den Kindern geht es dadurch immer schlechter. Und sie werden noch auffälliger und erleben dazu noch mehr Ablehnung, nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei den Gleichaltrigen. Das tut Weh!

Sie geraten in eine Spirale der starken Emotionen und Missverständnisse, aus der sie den Weg alleine nicht herausfinden können. Je tiefer sie in diese Spirale eindringen, desto mehr Wut und Schmerz erfüllt sie und desto mehr Ausdruck findet es in ihrem Verhalten.

Diese Kinder brauchen Erwachsene, die volle Verantwortung für die Qualität der Beziehungen zwischen ihnen und ihren Kindern übernehmen.

Diese Kinder brauchen Eltern, die ihnen Halt geben und sie in ihren emotionalen Bedürfnissen sehen und verstehen. Häufig wissen es Eltern einfach nicht oder übertragen unbewusst ihre Prägungen und Muster auf ihre eigenen Kinder. Deswegen sollten Eltern bestärkt werden und sich dem Einfluss auf ihre Kinder und ihrer Möglichkeiten als Eltern, bewusst werden.

Ich weiß was es als Kind bedeutet in eine Schublade gesteckt zu werden, da ich selber als das „wütende“ Kind abgestempelt wurde. Ich weiß wie schlecht sich das anfühlt, wie ich darunter gelitten habe und was ich mir im Herzen gewünscht habe.

Ich weiß, wie ich das, was ich fühlte nicht in Worte fassen konnte und der Frust immer stärker wurde. Ich weiß, wie negativ mein Verhalten im Außen wahrgenommen wurde und ich weiß, wie schwer es war, aus dieser Spirale der Missverständnisse alleine raus zukommen!

Ich weiß auch, was es als Mutter bedeutet, unbewusst die eigenen gespeicherten Emotionen und Reaktionsmuster aus der eigenen Kindheit, an die eigenen Kinder weiter zu geben. Ich weiß, welche negative Auswirkung dieses auf meine Kinder und auf unsere Beziehung untereinander hatte.

Der Schlüssel für das Unterbrechen des unbewussten, generationsübergreifenden Denkens und Handelns, lag in mir. Der Weg war teilweise schmerzhaft, da einige schwere Brocken, aus Glaubenssätzen und Blockaden, ziemlich schwer waren. Es hat sich jedoch so sehr gelohnt, diese endlich aus dem Weg zu räumen.

Geht es uns gut, geht es unseren Kindern gut. Darin steckt so viel Wahrheit. Sorgt gut für euch selber!

Der Weg zu unseren Kindern führt über uns!

Der Schlüssel liegt in uns!

Kinder spielen eine konkrete und hilfreiche Rolle im Entwicklungsprozess der Eltern, und man sollte klug genug sein dieses Geschenk auch anzunehmen“

Jesper Juul